Wenn aus Kontakt plötzlich Stalking wird: Strafverfahren nach § 238 StGB und wie eine starke Verteidigung früh hilft

Ein Strafverfahren wegen Stalking ist für Betroffene fast immer ein Einschnitt, der weit über das Strafrecht hinausgeht. Auf einmal geht es nicht nur um eine Anzeige, sondern um den eigenen Ruf, den Arbeitsplatz, das soziale Umfeld und oft auch um die Frage, ob ein Kontaktverbot oder andere Schutzmaßnahmen drohen. Viele Verfahren beginnen mit scheinbar alltäglichen Dingen: wiederholte Nachrichten, Anrufe, Social-Media-Kontaktversuche, ein „zufälliges“ Zusammentreffen oder das Auftauchen am Wohn- oder Arbeitsort. Was die eine Seite als „Klärungsversuch“ oder „hartnäckige Kontaktaufnahme“ empfindet, wird von der anderen Seite als massive Belastung erlebt. Genau an dieser Stelle wird aus einem Konflikt schnell der Vorwurf Nachstellung nach § 238 StGB.

Gleichzeitig gilt: Nicht jede intensive Kontaktaufnahme ist automatisch strafbar. In Stalking-Verfahren kommt es auf Details, auf den Kontext und auf die Beweisführung an. Und genau deshalb ist es entscheidend, früh die richtigen Schritte zu gehen. Rechtsanwalt Andreas Junge ist bundesweit als Strafverteidiger tätig, Fachanwalt für Strafrecht und zertifizierter Berater für Steuerstrafrecht. Er verteidigt in sensiblen Ermittlungsverfahren diskret, strukturiert und konsequent – mit dem Ziel, Vorwürfe einzugrenzen, unnötige Eskalationen zu verhindern und Verfahren, wo möglich, frühzeitig zu beenden.

Was Stalking nach § 238 StGB wirklich bedeutet und warum die Abgrenzung so wichtig ist

Der Straftatbestand des Stalkings ist in § 238 StGB geregelt. Im Kern geht es darum, dass durch wiederholte Nachstellung die Lebensgestaltung eines Menschen schwerwiegend beeinträchtigt wird. Strafrechtlich entscheidend ist also nicht nur, dass es Kontaktversuche gab, sondern ob daraus eine belastende Gesamtsituation entsteht, die das Leben der betroffenen Person spürbar verändert. Häufig prüfen Ermittlungsbehörden, ob sich die betroffene Person anders verhalten musste, etwa durch Änderungen von Wegen, Arbeitsplatz, Tagesabläufen, Kommunikationsverhalten oder durch das Vermeiden bestimmter Orte.

Gerade weil Stalking-Vorwürfe oft in Trennungen, Sorgerechtskonflikten oder emotional aufgeladenen Situationen entstehen, ist die juristische Abgrenzung besonders wichtig. Es macht einen großen Unterschied, ob eine strafbare Nachstellung vorliegt oder ob es um unerwünschten, aber strafrechtlich nicht hinreichend schweren Kontakt geht. Wer das früh sauber einordnet, kann den Verlauf des Verfahrens häufig entscheidend beeinflussen.

Wie ein Strafverfahren wegen Stalking typischerweise beginnt

Viele Stalking-Verfahren starten mit einer Anzeige, die durch Screenshots, Chatverläufe und Telefonlisten untermauert wird. Oft werden auch Aussagen von Freunden, Kollegen oder Nachbarn benannt. In der Praxis wird schnell versucht, ein Muster zu zeichnen, das „wiederholtes“ Verhalten belegen soll. Nicht selten folgen dann polizeiliche Vorladungen, Gefährderansprachen oder Kontaktverbote, manchmal auch eilbedingte Entscheidungen in anderen Verfahren, die parallel laufen können.

Für Beschuldigte ist das heikel, weil man in dieser frühen Phase häufig aus Druck heraus erklärt, rechtfertigt, entschuldigt oder sich in Chatnachrichten weiter äußert. Genau das kann später als Bestätigung eines Vorwurfs gelesen werden, selbst wenn man eigentlich deeskalieren wollte. Professionelle Verteidigung bedeutet deshalb vor allem, sofort Ordnung in die Kommunikation zu bringen und nichts zu tun, was die Akte unnötig verschärft.

Die typischen Konstellationen, in denen Stalking-Vorwürfe besonders häufig auftauchen

In vielen Fällen steht am Anfang eine Trennung. Eine Seite versucht, noch einmal zu sprechen, Dinge zu klären oder eine Beziehung zu retten, während die andere Seite Abstand will. Wenn dann Nachrichten, Anrufe oder Social-Media-Kontakte sich häufen, kann daraus schnell ein Stalking-Vorwurf werden. Besonders kritisch sind Situationen, in denen ein „Nein“ nicht respektiert wird, weil Ermittler daraus oft den zentralen Baustein „Beharrlichkeit“ ableiten.

Auch im digitalen Raum entstehen Stalking-Verfahren häufig. Likes, Kommentare, Direct Messages, das Anlegen neuer Accounts, das Nachverfolgen von Storys oder das Kontaktieren von Freunden und Angehörigen werden in Ermittlungsakten zunehmend als Nachstellung bewertet, wenn dadurch Druck aufgebaut oder der Eindruck von Überwachung erzeugt wird. Hier wird schnell unterschätzt, wie sehr einzelne Handlungen zusammengesetzt werden, bis ein Gesamtbild entsteht.

Ein weiterer Klassiker sind Konstellationen am Arbeitsplatz. Wenn jemand wiederholt am Arbeitsplatz erscheint, in der Nähe wartet oder Kollegen anspricht, wirkt das für die betroffene Person besonders bedrohlich und führt häufig zu schnellen Anzeigen. Auch hier ist die Abgrenzung entscheidend, weil nicht jede Begegnung automatisch „Nachstellung“ ist, aber Wiederholung und Kontext den Unterschied machen.

Welche Folgen ein Stalking-Verfahren haben kann, auch wenn es „nur“ um Nachrichten ging

Viele Betroffene denken zunächst, ein Stalking-Verfahren ende „irgendwie“ mit einer Ermahnung. In der Praxis können die Folgen jedoch erheblich sein. Strafrechtlich drohen Geldstrafen und je nach Vorwurfslage auch Freiheitsstrafen. Mindestens genauso belastend sind aber oft die Nebenfolgen. Es kann zu Kontaktverboten, Annäherungsverboten und anderen Maßnahmen kommen, die den Alltag massiv beeinflussen. Auch Einträge, berufliche Auswirkungen und Reputationsschäden sind real, weil der Vorwurf gesellschaftlich stark wirkt.

Hinzu kommt, dass Stalking-Verfahren häufig mit weiteren Vorwürfen vermischt werden, etwa Beleidigung, Bedrohung oder Nötigung, je nachdem, was in Nachrichten oder Gesprächen behauptet wird. Dadurch kann ein zunächst „einfacher“ Vorwurf schnell zu einem komplexen Verfahren werden.

Was in der Verteidigung bei Stalking wirklich entscheidend ist

In Stalking-Verfahren gewinnt nicht der, der am lautesten erklärt, sondern der, der die Akte beherrscht. Eine gute Verteidigung beginnt mit Akteneinsicht und der Frage, was tatsächlich beweisbar ist. Screenshots sind nicht automatisch vollständig, Chatverläufe können verkürzt sein, und Aussagen sind in Trennungskonflikten nicht selten emotional gefärbt. Entscheidend ist, ob sich ein wirklich strafbarer Verlauf nach § 238 StGB nachweisen lässt, ob eine schwerwiegende Beeinträchtigung belegt ist und ob die einzelnen Handlungen in ihrer Gesamtheit wirklich den Tatbestand erfüllen.

Ein weiterer zentraler Punkt ist der richtige Umgang mit Kommunikation. In Stalking-Verfahren ist es oft der wichtigste Schritt, sofort konsequent zu deeskalieren und keine weiteren Kontaktversuche zu starten, die später als Fortsetzung der Nachstellung gewertet werden können. Gleichzeitig muss man strategisch handeln, weil unbedachte Nachrichten oder „Entschuldigungen“ im falschen Moment später in der Akte als Eingeständnis missverstanden werden können.

Gerade weil Stalking-Vorwürfe oft an Details hängen, sind frühe Weichenstellungen entscheidend. Je nach Aktenlage kann es möglich sein, den Vorwurf deutlich einzugrenzen, Tatbestandsmerkmale zu entkräften oder auf eine Verfahrensbeendigung ohne öffentliche Hauptverhandlung hinzuwirken.

Warum Rechtsanwalt Andreas Junge bei Stalking-Verfahren ein starker Ansprechpartner ist

Stalking-Verfahren sind sensibel, weil sie fast immer eine persönliche Geschichte haben und weil der Druck für Beschuldigte enorm ist. Rechtsanwalt Andreas Junge ist bundesweit als Strafverteidiger tätig, Fachanwalt für Strafrecht und zertifizierter Berater für Steuerstrafrecht. Er steht für eine diskrete, strukturierte und zielorientierte Verteidigung – gerade dort, wo Aktenlage, digitale Beweise und Eskalationsdynamik zusammenkommen.

Sein Ansatz ist darauf ausgerichtet, Vorwürfe früh zu sortieren, Beweise kritisch zu prüfen und Lösungen zu erreichen, die Mandanten wirklich helfen: Schutz der beruflichen und privaten Zukunft, Minimierung von Risiken und ein Verfahren, das nicht unnötig öffentlich wird. Dass er überdurchschnittlich häufig Verfahren zur Einstellung bringt, ist für Mandanten in solchen Belastungssituationen besonders relevant, weil es häufig nicht um „Rechthaben“, sondern um ein tragfähiges Ergebnis geht.

Wie man nach einer Anzeige wegen Stalking wieder Kontrolle gewinnt

Wenn ein Strafverfahren wegen Stalking nach § 238 StGB läuft, ist die Situation ernst, aber nicht hoffnungslos. Viele Verfahren stehen und fallen mit Kontext, Beweisdetails und der Frage, ob die gesetzlichen Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind. Wer früh die Kommunikation kontrolliert, keine vorschnellen Einlassungen macht und den Fall professionell prüfen lässt, kann die Richtung des Verfahrens oft entscheidend beeinflussen.

Wenn du Mandanten gewinnen möchtest, wirkt besonders gut, wenn der Artikel auf der Kanzlei-Website mit klaren Suchbegriffen auffindbar ist. Begriffe wie „Anwalt Stalking § 238 StGB“, „Strafanzeige wegen Stalking“, „Nachstellung Verteidigung“ und „Stalking Ermittlungsverfahren“ greifen Betroffene genau in dem Moment ab, in dem sie dringend Hilfe suchen. Eine diskrete Kontaktmöglichkeit und der Hinweis auf bundesweite Verteidigung sorgen dann dafür, dass aus der ersten Recherche schnell ein Mandat werden kann.