Ärztinnen und Ärzte arbeiten unter hoher Verantwortung und permanentem Zeitdruck. Dokumentation, Bescheinigungen, Rezepte, Atteste und Abrechnungsunterlagen gehören zum täglichen Berufsalltag. Genau diese Vielzahl an Urkunden führt jedoch dazu, dass Mediziner zunehmend in den Fokus von Ermittlungsbehörden geraten. Ein vermeintlich kleiner Fehler, eine unklare Abrechnung oder ein missverstandenes Attest kann plötzlich den Vorwurf der Urkundenfälschung nach § 267 StGB auslösen. Ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung gegen Ärzte ist dabei keineswegs eine Randerscheinung, sondern ein hochsensibles Verfahren mit enormen Folgen für Approbation, Ruf und berufliche Existenz.
In einer solchen Situation zählt jede frühe Weichenstellung. Rechtsanwalt Andreas Junge, Fachanwalt für Strafrecht und zertifizierter Berater für Steuerstrafrecht, verteidigt bundesweit Ärzte, Zahnärzte und medizinische Leitungspersonen, denen Urkundenfälschung oder verwandte Delikte vorgeworfen werden. Seine besondere Erfahrung im Medizin-, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht sowie seine strategisch klare Verteidigung führen überdurchschnittlich häufig zu Verfahrenseinstellungen bereits im Ermittlungsstadium – diskret, effizient und mit dem Ziel, Ihre berufliche Zukunft zu schützen.
Warum Ärzte besonders häufig mit Urkundenfälschungsvorwürfen konfrontiert werden
Der Straftatbestand der Urkundenfälschung ist im medizinischen Bereich schnell berührt, weil ärztliche Dokumente rechtlich als Urkunden gelten. Dazu zählen unter anderem Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, Atteste, Rezepte, Überweisungen, Therapie- oder Impfbescheinigungen, OP-Berichte, Abrechnungsunterlagen sowie digitale Dokumentationen in Praxissoftware oder Kliniksystemen. Schon der Verdacht, eine solche Urkunde sei inhaltlich falsch, nachträglich verändert oder zu Unrecht ausgestellt worden, kann Ermittlungen auslösen.
Typische Konstellationen sind etwa angeblich unrichtige Atteste für Arbeitgeber, Gerichte oder Versicherungen, rückdatierte Krankschreibungen, Veränderungen in Patientenakten, Rezepte ohne ausreichende Indikation oder Streitigkeiten um Abrechnungsunterlagen. Häufig entstehen die Vorwürfe im Rahmen von Kassenprüfungen, Patientenanzeigen, internen Klinikmeldungen oder aus Ermittlungen wegen anderer Delikte, bei denen Unterlagen als „Beweisobjekt“ herangezogen werden.
Viele Ärztinnen und Ärzte erleben diese Verfahren als besonders belastend, weil die Ermittler oft nur das Dokument sehen, nicht aber die medizinische Realität dahinter. Was medizinisch nachvollziehbar sein kann, wird strafrechtlich schnell als „Fälschung“ interpretiert. Genau hier entscheidet fachkundige Verteidigung.
Was in der Praxis als Urkundenfälschung gewertet werden kann
Urkundenfälschung liegt nicht nur dann vor, wenn jemand ein Dokument komplett erfindet. Strafbar kann auch sein, eine echte Urkunde nachträglich zu verändern oder eine Urkunde zu erstellen, die den Eindruck erweckt, sie stamme von einer anderen Person. Im ärztlichen Kontext wird zum Beispiel ermittelt, wenn Atteste nachträglich angepasst, Daten geändert, Unterschriften problematisch zugeordnet oder Einträge in Patientenakten als manipuliert angesehen werden.
Wichtig ist aber: Nicht jede inhaltliche Unrichtigkeit ist automatisch eine Urkundenfälschung. Oft geht es um medizinische Bewertungsspielräume oder Dokumentationsfehler. Genau diese Abgrenzung ist der Kern einer erfolgreichen Verteidigung.
Wie ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung gegen Ärzte abläuft
In vielen Fällen beginnt alles mit einem Hinweis an die Staatsanwaltschaft. Danach folgen häufig zeitnah Durchsuchungen in Praxis oder Klinik, die Sicherung von Akten, Computern und Mobiltelefonen sowie die Auswertung von Praxissoftware. Betroffene erhalten ein Anhörungsschreiben oder eine Vorladung zur Vernehmung.
Gerade in dieser Phase ist Zurückhaltung entscheidend. Ohne Akteneinsicht ist nicht klar, welche Urkunde konkret betroffen ist, auf welcher Grundlage der Vorwurf entsteht und welche Beweise bereits vorliegen. Wer vorschnell Stellung nimmt, riskiert ungewollte Selbstbelastung oder Missverständnisse, die später kaum auflösbar sind. Deshalb sollte jeder Schritt sauber juristisch gesteuert werden.
Welche Folgen drohen – strafrechtlich, beruflich und persönlich
Die Strafandrohung bei § 267 StGB reicht bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Bei Ärzten sind jedoch die Nebenfolgen oft noch gravierender als die Strafe selbst. Denn schon ein laufendes Ermittlungsverfahren kann zu enormem Reputationsdruck führen. Kommt es zu einer Verurteilung, drohen berufsrechtliche Konsequenzen bis hin zu Approbationsverfahren oder Zulassungsproblemen bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Auch klinikinterne Maßnahmen, Freistellungen oder Kündigungen sind nicht selten.
Hinzu kommen wirtschaftliche Schäden durch Praxisstillstand, IT-Sicherstellungen, den Verlust von Patientenvertrauen und mögliche Rückforderungen von Kostenträgern. Wer hier nicht frühzeitig verteidigt wird, riskiert unnötig seine berufliche Existenz.
Erfolgreiche Verteidigung – wie Rechtsanwalt Andreas Junge vorgeht
Rechtsanwalt Andreas Junge verteidigt Ärzte in Urkundenfälschungsverfahren mit einer klaren, rechtlich präzisen Strategie. Am Anfang steht immer die Akteneinsicht und die vollständige Rekonstruktion des medizinischen und organisatorischen Kontextes. Häufig zeigt sich bereits hier, dass Ermittler medizinische Abläufe falsch bewerten oder Dokumentationsrealitäten missverstehen.
Ein zentraler Verteidigungsansatz ist der fehlende Vorsatz. Urkundenfälschung ist ein Vorsatzdelikt. Wenn ein Dokument aufgrund von Fehlern im Praxisalltag, delegierten Arbeitsschritten oder medizinisch vertretbarer Einschätzungen entstanden ist, fehlt oft genau dieser Vorsatz. Darüber hinaus prüft Andreas Junge, ob überhaupt eine „Urkunde“ im strafrechtlichen Sinne betroffen ist oder ob reine Dokumentationsfragen vorliegen, die allenfalls verwaltungs- oder berufsrechtlich zu klären wären.
Besonders wichtig ist die kritische Überprüfung digitaler Beweise. In modernen Praxen und Kliniken werden Einträge in IT-Systemen häufig automatisch verändert, ergänzt oder versioniert. Nicht jede nachträgliche Änderung ist Manipulation. Wer hier die technischen Abläufe versteht, kann den Vorwurf oft entscheidend entkräften.
Durch sachliche, frühzeitige Gespräche mit der Staatsanwaltschaft und eine klare rechtliche Argumentation erreicht Rechtsanwalt Junge in vielen Fällen eine Einstellung des Verfahrens – häufig ohne öffentliche Hauptverhandlung und ohne Stigma für den Arzt. Genau diese diskrete Verfahrensbeendigung ist für medizinische Berufsgruppen von größter Bedeutung.
Warum frühe anwaltliche Hilfe für Ärzte entscheidend ist
Urkundenfälschungsverfahren gegen Ärzte entwickeln schnell eine Eigendynamik. Durchsuchungen, Beschlagnahmen und Medienwirkung können innerhalb weniger Tage irreparable Schäden anrichten. Wer frühzeitig einen spezialisierten Strafverteidiger einschaltet, kann den Verlauf aktiv steuern, falsche Verdachtsannahmen korrigieren und die berufliche Zukunft sichern.
Rechtsanwalt Andreas Junge kennt die Abläufe in Praxis und Klinik, die Ermittlungslogik der Staatsanwaltschaften und die berufsrechtlichen Schnittstellen. Seine Mandanten profitieren von einer Verteidigung, die nicht nur strafrechtlich sauber ist, sondern auch das medizinische Berufsbild und den Erhalt der Approbation im Blick hat.
Fazit: Urkundenfälschungsvorwurf im Arztberuf ist ernst – aber oft gut verteidigbar
Ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung gegen Ärzte ist ein massiver Einschnitt. Doch viele Vorwürfe beruhen auf Missverständnissen zwischen medizinischer Praxis und strafrechtlicher Bewertung. Entscheidend ist, frühzeitig professionell zu reagieren, keine Aussagen ohne Akteneinsicht zu machen und den Fall rechtlich sauber einzuordnen.
Rechtsanwalt Andreas Junge, Fachanwalt für Strafrecht und zertifizierter Berater für Steuerstrafrecht, ist bundesweit Ihr erfahrener Ansprechpartner, wenn Ihnen als Arzt Urkundenfälschung, Attest- oder Rezeptprobleme oder Dokumentationsvorwürfe gemacht werden. Er verteidigt diskret, strategisch und mit dem klaren Ziel, Ihr Verfahren frühzeitig zur Einstellung zu bringen und Ihre Approbation zu schützen.